Pflegeleichte Blühpflanzen für den Garten

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In meinem Garten blühen bereits die ersten Frühlingsblumen und vertreiben mit ihren schönen Farben alle Gedanken an den Winter. Blühpflanzen machen einen Hingucker aus jedem Balkon oder Garten. Aus diesem Grund stelle ich euch pflegeleichte und mehrjährige Blumen für den Garten vor.

Der Garten ist für mich ein Ort der Entspannung, daher mache ich es mir bei der Bepflanzung so leicht wie möglich: Für mich kommen nur mehrjährige, winterharte Blumen und Stauden in Frage. Einmal eingepflanzt, wachsen diese in jeder Saison neu aus der Erde und verwandeln den Garten in ein Blütenmeer.

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Die pflegeleichten Frühblüher Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge und vermehren sich von selbst. Foto: A. Muckelbauer

Frühblüher für den Garten

Zu den pflegeleichtesten, mehrjährigen Frühblühern zählen Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse. Schneeglöckchen sind Zwiebelblumen, die in der Regel im Januar oder Februar erblühen. Sie gedeihen am besten an sonnigen und halbschattigen Standorten unter Laubgehölzen und zwischen Sträuchern. Die Knollen des Frühblühers solltet ihr im Frühherbst fünf bis acht Zentimeter tief einpflanzen. Achtet darauf, dass sie einen Mindestabstand von zehn Zentimetern zueinander haben. Düngen ist nicht nötig.

Neben den Schneeglöckchen sorgen auch Winterlinge für Farbtupfer im Frühjahr. Ihre Blütezeit beginnt im Februar. Der Vorteil der gelben Blühpflanzen ist, dass sie sich von alleine im Garten vermehren. Lediglich der Standort muss stimmen: Am besten wachsen und vermehren sie sich in lichtem Schatten. Ihr Boden sollte gleichmäßig feucht und humusreich sein. Wenn ihr Winterlinge anpflanzen möchtet, solltet ihr die Knollen im Herbst kaufen und sie so schnell wie möglich in die Erde bringen. Ist dies nicht möglich, könnt ihr die Knollen über Nacht in Wasser einlegen und sie einen Tag später einpflanzen – Hauptsache, ihr lasst sie nicht austrocknen.

Die Stars unter den Frühblühern sind bunte Krokusse. Sie sind von Weiß, Gelb bis Violett in vielen Farben erhältlich und beginnen ab Februar beziehungsweise März zu blühen. Da Krokusse bei der Blüte Tochterknollen ausbilden, vermehren sie sich ohne Zutun von selbst. Die Blühpflanzen mögen einen sonnigen Standort und durchlässige, nährstoffreiche Böden. Krokus-Knollen könnt ihr zwischen September und Oktober etwa sechs Zentimeter tief einpflanzen. Besonders gut kommen die Blumen zur Geltung, wenn ihr sie in Gruppen anordnet.

Mehrjährige Frühlingsblumen als Hingucker

Wer nicht nur zu Frühlingsanfang, sondern auch drüber hinaus etwas zum Gucken haben möchte, sollte neben Schneeglöckchen, Winterlingen und Krokussen auch Tulpen, Hyazinthen und Osterglocken anpflanzen. Diese drei Blühpflanzen sind ebenfalls mehrjährig und pflegeleicht. Pflanztipps findet ihr in meinem Beitrag über Frühlingsblumen.

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Gelbe Lilien sind wie kleine Sonnen im Garten. Foto: A. Muckelbauer

Neben den genannten Blühpflanzen sind auch Lilien dankbare Blumen für den Garten. Sie lieben sonnige Standorte, allerdings sollte der Bodenbereich der Pflanze schattig sein. Das könnt ihr mit einer Begleitpflanzung verwirklichen: Meine Linien wachsen beispielsweise unter einem Strauch, der seinen Schatten auf den Bodenbereich der duftenden Blumen wirft. Eine Alternative wäre eine Mulchschicht, beispielsweise aus Rindenhumus oder Kompost.

Die Zwiebeln der meisten Lilienarten könnt ihr zwischen September und März in die Erde setzen. Hebt dazu ein 25 bis 30 Zentimeter tiefes Loch aus und füllt eine zehn Zentimeter breite Kiesschicht ein. Mischt anschließend Sand, Gartenerde und verrotteten Kompost zu gleichen Teilen zusammen und füllt das Loch soweit damit auf, dass es nur noch fünf bis zehn Zentimeter tief ist. Nun könnt ihr die Lilienzwiebeln im Abstand von zehn bis fünfzehn Zentimetern zueinander hineinlegen und mit Sand einhüllen. Auch Lilien verbreiten sich von selbst, da sie Tochterzwiebeln ausbilden.

Blühende, pflegeleichte Sträucher

Nicht nur mehrjährige, winterharte Blumen verschönern euren Garten dauerhaft: Auch blühende Sträucher tragen ihren Teil dazu bei. Besonders schön anzusehen sind Rhododendren. Die immergrünen, großblumigen Sträucher blühen in sämtlichen Farben – von Weiß über Pink und Violett bis hin zu Blau. Die meisten Rhododendron-Arten öffnen ihre Knospen im April und Mai, einige Sorten wie Herbstfeuer oder Herbstfreude erblühen aber auch zum Ende der Saison. Wer einen Rhododendron im Garten hat, sollte ihn im Sommer gut wässern, denn die Sträucher mögen gleichmäßig feuchte, kalkfreie, humusreiche Erde. Ein Plätzchen im lichten Schatten und mit wenig Wurzelkonkurrenz ist für die schönen Blühpflanzen ideal. Sandige Böden solltet ihr vor dem Einpflanzen des Strauches mit Laubkompost und Rindenhumus aufbessern. Eine Mulchschicht aus kompostierter Rinde oder Laub oben drauf, sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit nicht so schnell entweicht. Bei lehmigen Böden ist eine Drainageschicht aus kalkfreiem Kies nötig. Zudem solltet ihr hier kalktolerante Rhododendron-Sorten anpflanzen.

Blühpflanzen, Rhododendron, winterharte Blühsträucher. Foto: A. Muckelbauer

Hummeln lieben Rhododendronsträucher. Foto: A. Muckelbauer

Neben Rhododendren haben auch Rosensträucher eine üppige Blütenpracht. Ob in Weiß, Rosa, Pink, Rot, Orange, Gelb oder Violett, mit gefüllten oder ungefüllten Blüten – die Auswahl ist riesig! Als besonders robust und pflegeleicht gelten Sorten mit dem ADR-Siegel. Dieses Siegel wird nach mehrjähriger Prüfung nur den robustesten und gesündesten Rosensorten verliehen. Die Blühpflanzen gibt es balliert, getopft und wurzelnackt zu kaufen. Getopfte Rosen könnt ihr zu jeder Jahreszeit in euer Beet pflanzen. Wurzelnackte Sträucher solltet ihr nur im Frühjahr und Herbst ins Beet setzen und davor mehrere Stunden ins Wasser legen. So sind Wurzeln und Triebe ausreichend feucht, damit sie sich gut im Boden zu verankern können. Achtet beim Einpflanzen darauf, dass die verdickte Veredelungsstelle zwischen den braunen Wurzeln und grünen Trieben mindestens fünf Zentimeter tief unter der Erdoberfläche liegt, damit sie im Winter vor Frost geschützt ist. Nach dem auffüllen des Pflanzlochs solltet ihr euren neuen Rosenstrauch gut gießen.

Rosen, Rosenstrauch, Blühpflanzen. Foto: A. Muckelbauer

Rote und orange Rosen in meinem Garten. Foto: A. Muckelbauer

Düngen solltet ihr die Blühpflanzen in der ersten Saison nicht, denn sonst werden sie zu faul, um selbst auf die Suche nach Nährstoffen zu gehen. Danach könnt ihr sie zwei Mal im Jahr mit Rosendünger versorgen. Ich selbst habe meine Rosen noch nie gedüngt, dennoch blühen sie von Frühling bis Herbst. Ich gieße sie nur bei extremer Trockenheit, ansonsten reicht ihnen das Regenwasser aus. Im Herbst solltet ihr die Sträucher etwas zurückschneiden, denn sonst wachsen sie ziemlich unförmig. Schneidet die Zweige dabei etwa einen halben Zentimeter über ein nach außen zeigendes Auge ab, aus dem die Pflanze im Frühjahr dann neu austreiben kann.

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9 Kommentare

  1. So schöne Blumen, wir haben Schneeglöckchen im Garten und die sind nun am Blühen. Ich mag bunte Blumen im Garten.
    Rosen sind auch toll, wenn sie schön Blümen und das ganze noch Gemütlicher machen.
    🙂 Viel Spaß in deinen Garten.

    Liebe Grüße
    Julia

    PS.Ist mein Kommi angekommen?

    • Hallo Julia,
      dein Kommentar ist angekommen. Ich habe das nur so eingestellt, dass er erst erscheint, wenn ich ihn freigebe. 😉
      Lieben Dank für deine netten Worte. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
      Liebe Grüße,
      Alex

  2. Ich mag’s auch gerne bunt im Garten. Die Schneeglöckchen verabschieden sich schon wieder langsam, aber die Tulpen und Hyazinthen kommen schon. Schaue täglich, was sich tut.
    Ich bin nicht so der Rosen-Fan, aber ich mag diese typischen Bauerngärten. Deswegen habe ich Stockrosen, Margariten, Phlox, etc. und auch einige schöne bunte Bodendecker.
    Einen schönen bunten Frühling wünsche ich dir!
    LG, Tina

  3. Ich sollte mir langsam wohl mal Gedanken über meinen Balkon machen, auch wenn ein Balkon niemals einen Garten und so schöne Frühjahrsblüher ersetzen kann. Danke für die Erinnerung 🙂

    #BLOKOSO

  4. Ich freue mich immer, wenn im Frühjahr die ersten bunten Krokusse ihre Blüten zeigen. Mit Tulpen hatte ich wenig Glück, die wurden irgendwie von Jahr zu Jahr weniger oder trieben nur noch Blätter, aber keine Blüten mehr aus.
    Lilien finde ich auch sehr schön, wenn nur der Kampf mit den Lilienhähnchen nicht wäre!

    LG
    Gina

    #blokoso

  5. Hallo Alex, super schöner Beitrag! Auch ich freue mich auf die neue Saison und liebe besonders den Frühling. Alles ist im Aufbruch, voller Leben, neu und frisch. Die ersten Blüten zeigen sich bereits, und endlich ist es auch wieder möglich, draußen zu sitzen. Der Osterhase kann in diesem Jahr einpacken, ich feiere in diesem Jahr die Kirschblüte! Viele Grüße, Katja

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