Blumenkästen lackieren und bepflanzen – so wird der Balkonkasten zum Hingucker

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Bepflanzte Blumenkästen setzen stimmungsvolle Akzente auf dem Balkon oder im Garten. Auch für Kräuter eignen sie sich gut, weil Schnecken nicht so leicht an die saftigen Pflanzen herankommen. Wir zeigen euch, wie ihr alte Balkonkästen aufpeppt und richtig bepflanzt.

Blumenkästen bepflanzen und lackieren. Foto: Alexandra Potthof

Mein frisch lackierter und bepflanzter Blumenkasten auf der Terrasse. Foto: Alexandra Potthof

Zuhause habe ich einen alten, großen Blumenkasten aus Keramik, mit dem ich zunächst nichts anzufangen wusste. Als aber immer mehr Schnecken die Petersilie in meinem Beet entdeckten und sie letztendlich komplett aufaßen, hatte ich eine Idee: den alten Pflanzkasten farbig lackieren und ein paar Kräuter darin anpflanzen. Glücklicherweise war noch eine große Portion Lack von meinem selbstgemachten Schlüsselbrett übrig. So stand auch gleich die Farbe meines Kräuterkastens fest: blau wie das Meer.

 

 

Blumenkasten lackieren – so geht’s

Lack hat einen sehr intensiven Geruch, deshalb solltet ihr Lackarbeiten im Keller bei offenem Fenster oder im Freien machen. Zuerst muss der Pflanzkübel von innen und außen gereinigt werden. Dafür könnt ihr beispielsweise Wasser aus einem Eimer oder Gartenschlauch nehmen und die raue Seite des Spülschwamms. Danach lasst ihr den Kübel trocknen. In dieser Zeit könnt ihr an eurer Arbeitsstelle altes Zeitungspapier auslegen und zwei etwa gleich große Eimer mit der Unterseite nach oben daraufstellen. Auch auf die Eimer legt ihr Zeitungspapier aus. Nun stellt ihr euren Balkonkasten mit der Unterseite nach oben auf die beiden Eimer.

Balkonkasten lackieren. Foto: Alexandra Potthof

Aus alt mach neu: Pflanzkasten lackieren leicht gemacht. Foto: Alexandra Potthof

Wenn der frisch gereinigte Pflanzkasten trocken ist, rührt ihr den Lack mit einem sauberen Stab sorgfältig auf. Danach nehmt ihr mit dem Pinsel immer wieder etwas Lack auf und streicht ihn gleichmäßig auf dem Blumenkasten aus. Die untere Fläche lackierte ich nicht, weil diese später sowieso nicht zu sehen ist. Ich begann zuerst mit den Unterkanten und lackierte danach die Seitenflächen.

Nach dem Lackieren der Unterkante und Seitenflächen ließ ich den Blumenkasten etwa drei Stunden trocknen. Anschließend drehte ich den Kasten richtig herum. Es kann sein, dass etwas Zeitungspapier an der Oberkante des Blumenkastens kleben bleibt. Diese Papier-Rückstände lassen sich jedoch mit einem feuchten Spülschwamm einfach entfernen. Nun könnt ihr die Innenkante des Pflanzkübels sowie den oberen Rand lackieren. Nach etwa drei Stunden ist der Lack vollständig getrocknet.

Mit Kräutern bepflanzter Balkonkasten. Foto: Alexandra Potthof

So sieht mein aufgepeppter Kräuterkasten aus. Foto: Alexandra Potthof

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen – und die Schnecken bleiben von meinen Kräutern fern. Zum einen sind die Pflanzen schwerer zu erreichen als im Beet, zum anderen macht der Lack die Außenwände offenbar zu glatt, um daran hoch kriechen zu können.

Blumenkästen richtig bepflanzen

Blumenkästen-bepflanzen: Blähton, Trennvlies und Erde. Foto: der-wohnsinn.comEinen Blumenkasten aufzumöbeln ist nur die halbe Miete. Es ist auch wichtig zu wissen, wie man Balkonkästen richtig bepflanzt. Hierbei kommt es auf die Schichtung an: Den unteren Bereich eures Blumenkastens solltet ihr mit einer Drainageschicht aus Blähton-Kugeln oder Tonscherben füllen. So staut sich das Gießwasser nicht in der Erde, sondern kann in diese Schicht abfließen. Das ist auch sinnvoll, wenn euer Pflanzkübel auf der Unterseite Löcher hat. Die kleinen Tonkugeln speichern das Wasser und geben die Feuchtigkeit nach und nach an die Erde ab.

Über der Drainageschicht aus Blähton legt ihr ein Trennvlies. So verhindert ihr, dass die Erde in die Drainageschicht eingeschwemmt wird. Die Oberste Schicht ist eure Blumen- oder Pflanzenerde. Diese könnt ihr mit etwas Hornspänen aus dem Baumarkt vermengen. So ist die Erde ähnlich wie mit Dünger gut mit Nährstoffen versorgt.

Anschließend setzt ihr eure Pflanzen in die Erde ein. Falls die Wurzelballen stark verfilzt sind, solltet ihr sie etwas lockern und vorsichtig auseinander ziehen. Die Pflanze kann sich so besser an ihrem neuen Standort verwurzeln. Zwischen den einzelnen Gewächsen solltet ihr ungefähr 15 Zentimeter Platz im Kübel lassen, damit sie gut wachsen und gedeihen können. Zuletzt füllt ihr die Zwischenräume mit Erde auf und drückt diese etwas an – nun ist euer Blumenkasten richtig bepflanzt. Tipps zu pflegeleichten Balkonpflanzen findet ihr hier.

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5 Kommentare

  1. Tolle Idee und ein echter Hingucker.
    Danke für die Erklärung wie man die Kästen richtig bepflanzt.
    Kein Wunder gehen mir immer meine Kräuter kaputt.
    Aber jetzt weiss ich es besser 😀

    LG

  2. Ich finde solche Ideen immer sehr toll. Warum etwas wegwerfen, dass noch gut ist, nur weil es nicht mehr gefällt?
    Man kann auch etwas neues machen. Deshalb mag ich solche DYE Posts. 🙂
    Liebst, Michelle von beautifulfairy

  3. Simone Commeamus

    Hallo!
    Kreative Idee – gefällt mir gut! Besonders praktisch finde ich auch den Hinweis mit den 15cm Platz zwischen den Pflanzen, das habe ich letzten Sommer ziemlich vergeigt 😉
    Viele Grüße
    Simone

  4. Pingback:Chili anbauen und pflegen | Der Wohnsinn

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