Basteln fürs Herz: So entstand unsere Collage

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Ich bastele super gerne mit unserem Kurzen. Während ich mit Kleber und Schere hantiere kann ich sehr gut abschalten und mich voll und ganz auf den Moment konzentrieren. Bestens geeignet für spontane Bastel-Nachmittage sind farbenfrohe Collagen aus Zeitungsausschnitten, Postkarten und anderen tollen Erinnerungen. Auf diese Weise entstehen sehr persönliche Kunstwerke, die das Zuhause noch wohnlicher machen. Hier zeige ich euch, wie das geht.

Ich liebe es, wenn meine kleine Family zusammen werkelt. Der Schwierigkeitsgrad ist für mich beim Basteln erst einmal Nebensache. Seit ein paar Monaten kann unser Sohnemann richtig gut schneiden. Deshalb haben wir uns entschieden, eine Familien-Collage zu erstellen. Collagen sind wieder voll im Kommen. In Zeitschriften wie Flow und Happinez sind sie in fast jeder Ausgabe vertreten.

Natürlich kann man eine Collage basteln, um sie als Dekoration aufzuhängen. In den Mutterleicht-Workshops, die ich seit kurzem gebe, sind Collagen aber mehr als Deko: Eine tolle kreative Methode, um herausfinden, wie ich mein Leben gestalten möchte. Der Jahresanfang ist die ideale Zeit, um sich mit den eigenen Zielen und Wünschen zu beschäftigen. Also haben mein Mann, unser Sohn Tobias und ich zu Jahresbeginn beschlossen, gemeinsam eine große Familien-Collage zu gestalten. Auf diese Art wollten wir visualisieren, was wir uns für 2016 wünschen, was uns Spaß und glücklich macht.

Collage erstellen, Collage, Foto: Julia Ferstl

Let´s get ready: Fürs Erstellen der Collagen braucht ihr viele Zeitschriften. Foto: Julia Ferstl

An einem nasskalten Sonntag plünderten wir unseren kompletten Zeitschriftenfundus der letzten drei Jahre und breiteten diesen großflächig im Wohnzimmer aus. Bei entspannten Jazz-Klängen und Kerzenschein blätterten wir in den Magazinen, um uns die schönsten Motive für unsere Collage herauszusuchen. Was ist mir wichtig, nach was sehne ich mich vielleicht unbewusst? Mit diesen Fragen im Hinterkopf habe ich mich durch unzählige Zeitschriften gewühlt und mich von Bildern, Farben und Worten inspirieren lassen. So berührte mich zum Beispiel ein Foto von einem Kleinkind und einem Baby, die gemeinsam mit dem Familienhund Mittagsschlaf halten. Über dem Bild steht geschrieben: Drei Herzen im Takt. Unser Junior legte bei der Auswahl weniger Wert auf Worte und Präzision, aber auch er hat Lieblingsmotive: Er schnitt sich Bilder der Trickfigur Bob der Baumeister aus, um sie unserer Happy-Family-Collage hinzuzufügen.

Collage erstellen, Family-Collage Foto: Julia Ferstl

Einfach doppelseitiges Klebeband verwenden und die Wand bekleben: So entstand unsere Family-Collage. Foto: Julia Ferstl

Wir wollten keine kleine Collage auf einem DIN-A-3 Blatt basteln. Stattdessen plakatierten wir fast die komplette Wand hinter unserem Bett. Was für ein herrliches Gefühl mit jedem Schnipsel so viel Individuelles in seinem Schlafgemach zu haben. Da jeder von uns ─ inklusive der Junior, der es sich nachts um drei gerne zwischen uns im Bett bequem macht ─ seinen festen Platz hat, haben wir die Collage dementsprechend angeordnet. Meine Schnipsel sind auf der linken Seite, Papas rechts und Bob der Baumeister und seine Freunde haben in der Mitte Platz gefunden. Unsere Family-Collage wächst fast jeden Tag weiter. Unser Ziel ist es, dass irgendwann nichts mehr von der Wand zu sehen ist. Und so kleben wir fleißig Dinge, die uns glücklich machen auf unsere überdimensionale Memory-Wand: Konzertickets, Festivalbänder, Briefe und vieles mehr.

Collage erstellen, Collage, Bodymap Foto: Julia Ferstl

Collage in Körper-Form: Eine etwas aufwändigere, aber sehr persönliche Variante. Foto: Julia Ferstl

In der Zwischenzeit habe ich noch eine andere überdimensionale Collage in der Form meines Körpers gebastelt. Anders als bei unserer Collagen-Wand, für die ihr  nur Schere, doppelseitiges Klebeband und einen Haufen Zeitschriften braucht, sind für eine sogenannte Bodymap folgende Utensilien nötig:

  • Papier oder Pappe als passende Unterlage

Für eine Bodymap eignet sich beispielsweise ein Hintergrundkarton, den auch Fotografen verwenden. Da dieser aber nicht ganz günstig ist (70 Euro aufwärts) und ihr wahrscheinlich nicht gleich fünf Collagen auf einmal machen wollt, könnt ihr alternativ auch DIN-A-3 Blätter zusammenkleben. Wichtig ist nur, dass das Papier etwas stärker ist (160-mg-Papier) und ihr mit eurem ganzen Körper in der Mitte der Unterlage Platz findet.

  • Einen Bleistift, um eure Körperkontur abzumalen

Wenn ihr alleine seid, dann könnt ihr euch im  Sitzen abzeichnen. Wenn ihr euch hinlegen wollt, dann solltet ihr euch von jemandem abzeichnen lassen.

  • Eine Menge Zeitschriften, mit denen ihr eure Collage gestalten könnt
  • Schere, Kleber und ein Karton als Unterlage, damit nichts durchdrückt

Wenn ihr die Silhouette eures Körpers beklebt habt und es noch freie Flächen zwischen den Schnipseln gibt, könnt ihr diese ganz leicht mit etwas Pastellkreiden füllen. Die Farben lassen sich verwischen und machen euer Körperkunstwerk perfekt. Danach müsst ihr eure Körper-Collage nur noch ausschneiden und einen passenden Platz in eurem Zuhause finden. Meine Bodymap ziert jetzt den Treppenaufgang in unserem Häuschen. Folgende Materialien könnt ihr zusätzlich nutzen:

  • Pastellkreiden
  • Optional: Materialien wie Federn, Leder, Holz oder Accessoires aus dem Bastelladen

Wie ihr seht, bin ich total im Collagen-Fieber. Wie gefallen euch die bunten Werke, habt vielleicht schon selber eine Collage erstellt? Dann teilt eure Lieblingscollagen gerne mit uns in den Kommentaren.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

4 Kommentare

  1. Hey Julia,
    die Bodymap finde ich super, sehr kreativ! Seine Ziele und Wünsche, die man sich zum Jahreswechsel überlegt, verliert man im Laufe eines Jahres doch leicht aus den Augen…
    Viele Grüße!

  2. Pingback:Fünf wohnsinnige Fragen an Julia | Der Wohnsinn

  3. Pingback:Japanisch wohnen liegt voll im Trend | Der Wohnsinn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.