Gartenwege haben einen praktischen Nutzen: Sie verbinden die wichtigsten Stellen eures Gartens miteinander – in vielen Fällen die Terrasse mit der Gartentür. Auch in meinem Garten gibt es einen Gartenweg, doch diesen möchte ich gern anders gestalten. Warum das so ist und welche Gestaltungsmöglichkeiten es gibt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Gartenweg aus Kies, Gartenweg gestalten. Foto: Composer/fotolia.com
Kiesweg in einem japanischen Garten. Foto: Composer/fotolia.com

Im Garten ist immer etwas zu tun. Ein Projekt, das ich in der kommenden Saison angehen möchte, ist die Neugestaltung des Gartenweges. Unsere im Herbst gepflanzte Thuja-Hecke gab den Anstoß dazu: Wir pflanzten sie entlang des Gartenzauns als Abgrenzung zur Straße und als Sichtschutz an. Da dort jedoch auch eine Gartentür hinaus zur Straße führt, haben wir eine große Lücke im Sichtschutz. Aus diesem Grund möchten wir zwei Heckensträucher wie eine halboffen stehende Tür schräg vor die Gartentür pflanzen. Deshalb müssen wir unseren bestehenden Gartenweg hier entfernen. Grund genug, den Gartenweg neu zu gestalten – oder zumindest erst mal zu planen.

Wegführung und Wegbreite festlegen

Idealerweise entsteht durch das Anlegen eines Gartenweges eine funktionale Verbindung zwischen häufig genutzten Gartenbereichen. In meinem Fall ist das die Terrasse, der Kellerabgang und die Gartentür. Nun gibt es zwei Varianten der Wegführung: Entweder ihr lasst eure Gartenwege geradewegs zum Ziel führen oder in geschwungenen Pfaden. Ersteres hat den Vorteil, dass ihr auf kürzestem Wege von A nach B gelangt. Der Nachteil ist, dass gerade Gartenwege optisch sehr streng aussehen, so als würde der Garten in zwei Hälften geteilt. Ich persönlich bevorzuge geschwungene Gartenwege. Sie wirken etwas verspielter und romantischer – allerdings ist hier die Gefahr groß, dass mit der Zeit neben dem Gartenweg unschöne Trampelpfade entstehen, die die Gartenbereiche direkt miteinander verbinden. Doch das kann man ja mit ein bisschen Disziplin bei der Wegnutzung verhindern. 😉

Neben der Wegführung spielt auch die Breite, wie hier beschrieben, eine wichtige Rolle für die Gartenweggestaltung. Der Hauptweg, der von der vorderen Gartentür zur der Haustür führt, sollte etwas breiter als die Nebenwege sein – idealerweise so, dass zwei Personen nebeneinanderher laufen können. Das ist bei 1,20 Metern der Fall. Im restlichen Garten hängt die ideale Breite des Gartenwegs von der geplanten Nutzung ab. Selten genutzte Wege können beispielsweise als Pfade angelegt werden. Hierfür reicht eine Wegbreite von 40 Zentimetern aus. Arbeitswege hingegen sollten zwischen 60 und 80 Zentimeter breit sein.

Hier nochmal eine Übersicht:

Art des GartenwegsIdeale Breite
Hauptwege (Haustür bis vordere Gartentür)
Arbeitswege
Selten genutzte Nebenwege
Abstand zu Mauern, Zäunen oder Hecken
mind. 120 cm
60-80 cm
40-60 cm
mind. 30 cm

Gartenweg gestalten: Welches Material eignet sich am besten?

Wer einen Gartenweg anlegen möchte, kann zwischen vielen verschiedenen Materialien wählen. Für Haupt- und Arbeitswege eignen sich Steinplatten, Beton-, Klinker- und Pflastersteine am besten. Diese Beläge befestigen die Wege optimal und sind nahezu rutschfest. Eine andere Möglichkeit sind Holzstege als Gartenwege. Diese behalten zwar bei hoher Sonneneinstrahlung eine angenehme Temperatur bei – was ideal für Barfußläufer ist – doch bei Regen und Schnee werden sie sehr rutschig.

Gartenweggestaltung Ideen, Gartenweg gestalten Ideen. Fotos v. l. n. r.: Fotoschlick, SusaZoom, Andrey Volokhatiuk, Jeanette Dietl / fotolia.com
Ob Bruchsteinplatten, Klinkersteine oder Mulch – Gartenwege können aus verschiedenen Materialien bestehen. Fotos v. l. n. r.: Fotoschlick, SusaZoom, Andrey Volokhatiuk, Jeanette Dietl / fotolia.com

Für Nebenwege eignet sich Kies, Sand oder Rindenmulch. Diese Materialien sorgen für einen angenehmen Tritt, da sie leicht federn. Außerdem versiegeln sie die Gartenflächen nicht. So kann Niederschlagswasser schnell versickern. Weitere Gartenweg-Inspirationen findet ihr zudem hier.

Ob ich einen Gartenweg mit Pflastersteinen, Kies oder Rindenmulch anlegen werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht kaufe ich auch einfach ein paar Bruchsteinplatten und verlege sie als einzelne Trittsteine im Garten. Auf jeden Fall werde ich euch darüber auf dem Laufenden halten. 😉

Ich beschäftige mich gerne mit Heimwerken, Wohnungs- und Gartengestaltung und hoffe, dass euch meine Beiträge hilfreiche Inspirationen geben.

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