In der kalten Jahreszeit wirken Gärten oft trist und trostlos. Meine Bekannten haben jedoch einen Garten, der selbst im Winter etwas hermacht. Der Trick: Sie bepflanzten markante Stellen mit immergrünen Pflanzen.

Kirschlorbeer-Strauch. Foto: Alexandra Potthof
Kirschlorbeer-Strauch. Foto: Alexandra Potthof

Neulich besuchte ich meine Bekannten und konnte nicht umhin, ihren Garten zu bewundern. Er ist nicht nur groß und schön angelegt, sondern auch geschickt bepflanzt. Selbst im Winter wirkt ihr Garten grün und lebendig, was ich von meinem eigenen nicht behaupten könnte. 🙂

Doch wie haben sie das gemacht? Sie achteten bei der Bepflanzung ihres Gartens darauf, dass sie neben Blumen und blühenden Gewächsen auch immergrüne Pflanzen setzten. Diese machen sich an markanten Stellen im Garten, beispielsweise in der Nähe der Terrasse oder dort, wo man vom Fenster aus hinsehen kann, besonders gut.

Buchsbäumchen, Heckenpflanze und Rosmarin. Foto: Alexandra Potthof
Im Vorgarten steht ein Buchsbäumchen (links), eine Heckenpflanze und Rosmarin. Foto: Alexandra Potthof

 

Rhododendron-Strauch und  Buchsbaum. Foto: Alexandra Potthof
Neben der Terrasse wächst ein Rhododendron-Strauch (rechts) und ein rund zugeschnittener Buchsbaum (links). Foto: Alexandra Potthof

Zu den immergrünen Gartenpflanzen gehören unter anderem Folgende:

  • Buchsbaum: Diese Heckenpflanze gedeiht auf nahezu allen Böden, sowohl an sonnigen als auch an schattigen Plätzen. Da Buchsbaum langsam wächst, eignet er sich für niedrige Hecken. Beim Zuschneiden kann man ihm eine individuelle Form geben, beispielsweise kugelig-rund oder oval.
  • Rosmarin: Mit dem Küchenkraut Rosmarin lassen sich nicht nur Speisen verfeinern. Die immergrüne Pflanze verschönert auch den Garten im Winter. Rosmarin-Pflanzen zählen zu den Halbsträuchern und bevorzugen durchlässige, humusreiche Erde.
  • Eibe: Eiben sind kleine bis mittelgroße Nadelbäume. Sie blühen von März bis April. An ihren Zweigen wachsen im Herbst kleine rote Früchte. Sowohl die Nadeln als auch die Früchte sind giftig. Besonders gut gedeihen Eiben auf kalkhaltigen Böden.
  • Rhododendron: Rhododendren sind immergrüne Sträucher, die zwischen Mai und Juni besonders schön blühen. Ihre großen Blüten sind je nach Sorte weiß, zartrosa, gelb, rot oder lila. Rhododendren sind sehr pflegeleicht. Am besten gedeihen sie an einem halbschattigen Standort.
  • Bergenie: Dieses immergrüne Staudengewächs wird zwischen 30 und 40 Zentimeter hoch und wächst auf jedem Boden – sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. Die meist rosa oder weißen Blüten der Bergenie sind in Rispen angeordnet und öffnen sich zwischen April und Mai.
  • Wolfsmilch: In Europa gibt es über 40 Wolfsmilcharten, die alle giftig sind. Sie haben kleine gelblich-grüne Blüten und bevorzugen lehmige Böden. Die Pflanzen werden zwischen 10 und 50 Zentimeter hoch.
  • Christrosen: Diese immergrünen Pflanzen gehören zu den Winterblühern. Sie fühlen sich an einem geschützten Platz wohl, beispielsweise unter einem Gehölz, das im Sommer Schatten spendet. Der Boden sollte kalkhaltig, lehmhaltig und humos sein. Christrosen blühen in der Regel ab Februar. Allerdings sind diese Pflanzen giftig.
  • Kirschlorbeer: Die immergrünen Sträucher zeichnen sich durch schnelles Wachstum und einfache Pflege aus. Deshalb eignen sie sich gut als Hecken. Sie gedeihen auf fast allen Böden und Standorten. Lediglich tiefschattige Orte und Staunässe vertragen sie nicht.

Ich beschäftige mich gerne mit Heimwerken, Wohnungs- und Gartengestaltung und hoffe, dass euch meine Beiträge hilfreiche Inspirationen geben.

3 Comments

  1. Leider habe ich kein Haus mit Garten, aber ich hätte gerne einen kleinen Garten auf meinem Balkon. Vielleicht lese ich demnächst mal was dazu. Es wird doch auch Pflanzen geben, die robust sind gegenüber Frost und Co?

    1. Hallo Julia,
      für den Balkon gibt es auch einige winterharte Pflanzen. Mit Heidekräutern (= Erika) oder Bärenfellgras habe ich gute Erfahrungen gemacht.
      Viele Grüße! Katharina

      Katharina Richterstetter

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