Thuja-Hecke pflanzen und pflegen – für einen guten Sichtschutz im Garten

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Endlich haben wir uns einen großen Wunsch erfüllt: Einen immergrünen Sichtschutz für unseren Garten. Mit Spaten und Hacke schufen wir Platz, um eine Thuja-Hecke, auch Lebensbäume genannt, zu pflanzen. Wie es dazu kam und was ihr über die Pflege von Thuja-Hecken wissen solltet, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Thuja-Hecke pflanzen, Thuja-Hecke pflegen, Lebensbaum, immergrüne Heckenpflanzen. Foto: A. Muckelbauer

Im Frühjahr werden wir die Hecke durch einen Zuschnitt in Form bringen. Foto: A. Muckelbauer

Schon lange wünschen wir uns einen besseren Sichtschutz für den Garten, damit Passanten nicht so leicht auf unsere Terrasse blicken können. Wir überlegten sogar, einen Sichtschutzzaun aufzustellen, bis unsere Sträucher groß genug sind, um Blicke fern zu halten.

Doch da spielte uns der Zufall in die Hände: Ein befreundetes Ehepaar gestaltete seinen Vorgarten neu und beschloss, die Thuja-Hecke, die dort seit vielen Jahren bestand, zu entfernen. Die beiden boten an, uns die Heckenpflanzen zu schenken. Da sagten wir natürlich nicht nein.

 

Platz schaffen für die Thuja-Hecke

Bevor wir die Thuja-Hecke abholen konnten, schufen wir Platz in unserem Garten. Bisher grenzten drei Sträucher unseren Garten zur Straße hin ab. Einer davon – unser Kirschlorbeerstrauch – ist sehr groß und dicht. Darum beschlossen wir, ihn stehen zu lassen. Doch die Weidenblättrige Hängemispel und der Garten-Hibiskus brauchten einen neuen Standort.

Da unser Garten vollständig bepflanzt ist, mussten wir uns zuerst von ein paar Gewächsen trennen, um die schönen Sträucher umpflanzen zu können. Aus diesem Grund gruben wir aus dem Blumenbeet, das direkt an die Terrasse grenzt, vier Rosensträucher mitsamt der Wurzel aus. So konnte dann der Garten-Hibiskus einen Teil des neu geschaffenen Platzes im Beet einnehmen.

Kletterpflanze, Stachelbeere. Foto: A. Muckelbauer

Die Kletterpflanze und den Stachelbeerstrauch setzten wir ins kleine Beet neben dem Gartenweg. Foto: A. Muckelbauer

Kirschlorbeer, Fächerblattbaum. Foto: A. Muckelbauer

Für diese drei Pflanzen suche ich ein neues Zuhause. Foto: A. Muckelbauer

Die Hängemispel pflanzten wir hinter unseren Kompostbehälter in die Ecke des Gartens. Dort hatte ich einen kleinen Flieder- und Stachelbeerstrauch „zwischengeparkt“, weil ich keinen besseren Platz im Garten hatte. Nun konnte ich den Fliederstrauch ebenfalls in das große Beet vor unserer Terrasse umsiedeln. Der Stachelbeerstrauch fand neben unserem Gartenweg Platz.

Thuja-Hecke pflanzen

Nun war der Bereich unseres Gartens, der an die Straße grenzt, frei. Bevor wir die immergrünen Heckenpflanzen einsetzten, vergrößerten wir den Graben, der durch das Ausbuddeln der Sträucher entstanden ist, und lockerten den Boden mit der Hacke. Es ist wichtig, den Boden gut aufzulockern, damit die Wurzeln der Thuja-Hecke besser ins Erdreich vordringen können. So gelangt auch das Gieß- beziehungsweise Regenwasser schneller zu den Wurzeln, weil es einfacher in der Erde versickert.

Hecke pflanzen, immergrüne Hecke. Foto: A. Muckelbauer

Hier schufen wir Platz, um unsere Hecke anzupflanzen. Foto: A. Muckelbauer

Anschließend entfernten wir Steine und Wurzelreste aus dem Erdloch und vermischten den Aushub mit Kompost- und Pflanzerde. Danach setzten wir die Thuja-Hecke nach und nach in den Graben und deckten die Wurzel unter Zugabe von Dünger mit dem Aushub zu.

Rotkehlchen. Foto: A. Muckelbauer

Dieser kleine Piepmatz suchte während unserer Gartenarbeiten nach saftigen Würmern. Foto: A. Muckelbauer

Tipp
Wenn ihr, wie wir, eine bestehende Hecke umpflanzt, solltet ihr darauf achten, dass ihr die „Heckenmauer“ wieder so zusammensetzt, wie sie ursprünglich war. Die Seiten der einzelnen Gehölze, die die Nebenpflanze grenzten, sind meist nicht grün. Aus diesem Grund sollten diese Seiten auch am neuen Standort wieder aneinandergrenzen.

Nachdem wir alles fertig bepflanzt hatten, wässerten wir unsere Thuja-Hecke ausgiebig. Das Wässern ist nun unsere tägliche Routine, denn nach dem Umsetzen oder Neupflanzen einer Thuja-Hecke brauchen die Gehölze viel Wasser, um sich gut zu verwurzeln.

Ich bin gespannt, wie unsere Hecke mit dem Standortwechsel zurechtkommt. Doch ich bin guter Dinge, dass unser immergrüner Sichtschutz gedeihen wird.

Thuja-Hecke richtig pflegen

Mit dem Anpflanzen der Hecke ist es nicht getan – sie braucht auch Pflege. Darum habe ich für euch eine kurze Übersicht über die Pflege der Lebensbaum-Hecke erstellt.

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Endlich steht unsere Thuja-Hecke. Im Frühjahr müssen wir sie noch in Form schneiden. Foto: A. Muckelbauer

Ideale Pflanzzeit

Frühjahr oder Herbst, spätestens Anfang Oktober.

Standort für die Thuja-Hecke

Sonnig oder halbschattig.

Bewässerung

  • Nach dem Anpflanzen: Vier Wochen lang täglich gießen.
  • Nach einem Monat: Je nach Temperatur ein bis zwei Mal pro Woche wässern.
  • Nach einem halben Jahr: Nur an extrem trockenen Tagen gießen.

Tipp: Eine Mulchschicht  unter der Hecke verhindert, dass der Boden zu viel Feuchtigkeit verliert – das ist besonders im Sommer und im Winter sinnvoll.

Zuschnitt

Ihr solltet die Lebensbaum-Hecke zwei bis drei Mal im Jahr zurückschneiden, damit sie dichter und buschiger austreibt.

  • 1. Rückschnitt: Nach dem letzten Frost, ca. Anfang April
  • 2. Rückschnitt: Ende Juni
  • 3. Rückschnitt: Ende August

Tipp: Schneidet nicht ins Holz, denn sonst treibt die Thuja an dieser Stelle nicht mehr aus.

Thuja-Hecke Düngen

Idealerweise im Frühjahr und/oder Herbst mit Pflanzendünger oder einem Koniferen-Langzeitdünger. Achtet darauf, nicht zu viel Dünger beizugeben.

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2 Kommentare

  1. Sehr spannend, wenn man kein Haus hat macht man sich über sowas gar keine Gedanken.

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