Nachdem wir bereits einige Beiträge rund ums Wohnen verfasst haben, wird es Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Aus diesem Grund wagen wir uns aus unserer bequemen Nische heraus und nehmen an der Blogparade „Über den Tellerrand“ teil.

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Ökomode ist unser Thema bei der Blogparade „Über den Tellerrand“. Foto: gudrunsjoeden.de

Diese Aktion rief Kato ins Leben. Sie betreibt den informativen und vielseitigen Blog innocentglow.de. Doch was steckt hinter der Blogparade? Ziel ist, die Teilnehmer aus ihrer Blog-Nische zu locken und die einzelnen Beiträge der Parade zu verketten. Deshalb gibt jeder Teilnehmer dem anderen ein Thema vor, welches von dessen Blog abweicht. Ist der Beitrag fertig, wird der Themen-Geber verlinkt und derjenige, dem man selbst ein Thema vorgegeben hat. So entsteht eine Beitragskette aus allen Texten der Blogparade „Über den Tellerrand“.

Ich habe mein Thema von Tanja erhalten: Ein Beitrag über Ökomode. Dein Wunsch sei mir Befehl! 🙂

Ökomode in Nürnberg
Da ich im Nürnberger Land lebe, möchte ich euch zwei Läden vorstellen, die auf Ökomode spezialisiert sind. Doch zunächst einmal ein paar Informationen über Öko- beziehungsweise Biomode: Es gibt insgesamt 29 Siegel, die Kleidung in einem „grünen Licht“ erscheinen lassen. Doch hinter jedem Siegel verbirgt sich etwas anderes. Die Begriffe öko, bio und organic sind – anders als bei Lebensmitteln – in der Modewelt nicht geschützt. Deshalb gibt es keine einheitlichen Richtlinien. Wer beispielsweise ein T-Shirt aus Biobaumwolle kauft, hat keine Garantie dafür, dass auch die Färbemittel bio sind. Andere Siegel kennzeichnen soziale Arbeitsbedingungen bei der Produktion, aber keine umweltverträgliche Herstellung. Experten bewerten nur zwei der Siegel als gut: Das international verwendete GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard) und das IVN-Zeichen. Beide werden für eine hohe Bio-Qualität vergeben. Die Siegel „fair wear foundation“ und „fairtrade“ gelten als verlässliche Indikatoren für die Herstellungsbedingungen.

Gudrun Sjödén – bunte Naturmode für modebewusste Trendsetter
„Mode entwerfen heißt für mich, mit Form und Farbe eine Persönlichkeit zu unterstreichen“, sagt die schwedische Designerin Gudrun Sjödén über ihre Arbeit. Wer ihren Concept Store am Josephsplatz 1 Ecke Kaiserstraße in Nürnberg besucht, kann diesen Satz bestätigen. Bunte Kleider, Shirts, Westen, Hosen, Röcke und Pullover mit verspielten Mustern zieren den Laden. Frauen jeden Alters finden dort Stücke, die nicht nur vielseitig kombinierbar sind, sondern auch aus Naturmaterialien gefertigt wurden. Gudrun Sjödén ist grüne Mode sehr wichtig. Aus diesem Grund ist ihr Label Mitglied im BSCI, einem internationalen Verband für sozial- und umweltverträgliche Produktion. Nachhaltigkeit liegt der Designerin ebenfalls am Herzen. „Ich bin davon überzeugt, dass Mode mit langer Lebensdauer mein wichtigster Beitrag zu einer grüneren, schöneren Welt ist“, so Gudrun Sjödén.

Farbenfrohe Naturmode von Gudrun Sjödén. Foto: gudrunsjoeden.de
Die Mode von Gudrun Sjödén überzeugt mit farbenfrohen Mustern und einem Hauch Exotik. Foto: gudrunsjoeden.de

Die schwedische Designerin erhielt für ihre Leistungen viele Preise und Ehrungen. Auch das Lebenswerk ihrer Geschäftspartnerin Christina Rådevik, die das Label Gudrun Sjödén Deutschland gründete, wurde im Jahr 2011 mit dem Exportpreis der Schwedischen Handelskammer ausgezeichnet. Insgesamt ist das Label in 48 Ländern erhältlich, darunter Deutschland, England, USA und die skandinavischen Länder. Die Webseite von Gudrun Sjödén findet ihr hier.

Bio-Mode einer schwedischen Designerin. Foto: gudrunsjoeden.de
Mode des Öko-Labels Gudrun Sjödén. Foto: gudrunsjoeden.de

Glore – Biomode aus der Frankenmetropole
Neben dem schwedischen Label Gudrun Sjödén gibt es in Nürnberg einen weiteren Shop für Ökomode: Glore. Der Name steht für globally responsible fashion. Der Nürnberger Laden und Onlineshop achtet darauf, dass die Mode vom Anbau der Rohstoffe bis zur Fertigstellung der Kleidungsstücke fair gehandelt und ökologisch nachhaltig ist. Nicht jede Marke schafft es in den Glore Shop. Es werden nur Stücke angeboten, die das GOTS-Siegel tragen. Des Weiteren sind viele Kleidungsstücke mit den Siegeln der Fair Wear Foundation und Fairtrade ausgezeichnet.

Gründer von Glore in Nürnberg ist Bernd Claude Hausmann, der vorher acht Jahre lang als Sozialarbeiter tätig war. 2006 eröffnete er den ersten Glore-Shop in der Karl-Grillenberger-Straße 24. Daraufhin entstanden weitere Naturmode-Läden in Hamburg, München und Stuttgart. Heute verkauft Glore Männer- und Frauenmode zahlreicher Marken wie Studio Elsien Gringhuis, Kavat, Oak, Recolution, Waldfabrik und Yogalaxy.

Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick in die bunte Ökomode-Welt Nürnbergs geben. Danke, Tanja, für dieses spannende Thema. Im Rahmen der Blogparade „Über den Tellerrand“ durfte auch ich ein Beitragsthema vergeben – und zwar an Michelle von Mimos Welt. Ein Stichwort: Es geht um Deko. Schaut doch einmal bei ihrem Blog vorbei.

Ich beschäftige mich gerne mit Heimwerken, Wohnungs- und Gartengestaltung und hoffe, dass euch meine Beiträge hilfreiche Inspirationen geben.

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