Unser Balkon – jetzt ist er fit für den Sommer

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Seit etwa drei Jahren wohnen wir nun schon in unserer Wohnung. Doch der Balkon war immer noch leer, grau und mit alten Plastikmöbeln ausgestattet. Dieses Jahr habe ich mir fest vorgenommen, das zu ändern. Ich peppte ihn mit neuem Boden, neuen Möbeln und vielen Balkonpflanzen für den Sommer auf.

Mit vielen, bunten Blumen und neuen Holzfliesen erstrahtl mein Balkon im neuen Look. Foto: Franziska Schönbach

Mein Balkon in neuem Look. Foto: Franziska Schönbach

Unser Balkon hat mir nie so richtig gefallen. Die Bodenfliesen waren alt und grau. Außerdem hatten wir nur alte, dunkelblaue Kunststoffmöbel, die mich nicht gerade zum Entspannen und Wohlfühlen einluden.

Also stand dieses Jahr die Balkongestaltung auf dem Plan und los ging es mit einem neu verlegten Boden. Dafür haben wir Holzfließen gekauft. Die konnten wir ganz einfach mit Klickfunktion in nur einer Stunde verlegen.

Schnell und einfach hat der Balkon einen neuen Boden mit Holzfließen. Foto: Franziska Schönbach

Schnell und einfach hat der Balkon einen neuen Boden mit Holzfließen. Foto: Franziska Schönbach

Balkonpflanzen durften auch nicht fehlen. Also standen diese als nächstes auf der Balkongestaltungs-Agenda. Die letzten beiden Jahre hatte ich bereits versucht, mit Samen selber Pflanzen und Kräuter zu ziehen. Das ist mir aber leider nicht gelungen. Der Balkon hat kein Dach, keinen Windschutz und er ist von morgens bis abends der Sonne und der Witterung ausgesetzt. Deshalb kaufte ich mir für dieses Jahr vorgezogene Pflanzen.

Vor dem Kauf recherchierte ich in verschiedenen Foren, mit welchen Balkonpflanzen andere Leute gute Erfahrungen gemacht haben. So lernte ich Pflanzen kennen, die wohl recht widerstandsfähig sind.

Geranien lieben Sonne und sind recht anspruchslos. Foto: Franziska Schönbach

Geranien lieben Sonne und sind recht anspruchslos. Foto: Franziska Schönbach

In einen Balkonkasten pflanzte ich eine stehende und zwei hängende Geranien. Die eine ist pink, die andere rosa und bei der dritten lasse ich mich überraschen. Ich habe mich für Geranien entschieden, weil sie sehr pflegeleicht sind. Außerdem lieben sie die Sonne. Allerdings brauchen sie sehr viel Wasser und mögen keine Staunässe. Alle zwei Wochen gebe ich etwas flüssigen Blumendünger mit ins Gießwasser.

Ein bunt gemischter Balkonkasten – von links nach rechts: Lavendel, Blaukissen, Karpaten-Glockenblume, Lavendel. Foto: Franziska Schönbach

Ein bunt gemischter Balkonkasten – von links nach rechts: Lavendel, Blaukissen, Karpaten-Glockenblume, Lavendel. Foto: Franziska Schönbach

Beim zweiten Balkonkasten war ich experimentierfreudig und setzte ein Blaukissen, eine Karpaten-Glockenblume und zwei Lavendel ein. Laut der Kaufbeschreibung brauchen alle drei Pflanzen nicht so viel Wasser. Deshalb dachte ich, kann ich es ja ruhigen Gewissens versuchen, alle in einen Kasten zu setzen.

Blaukissen sind sehr ausdauernd, mehrjährig und trockenresistent. Eigentlich sind sie als Bodendecker gut für den Steingarten geeignet. Ich fand sie aber so hübsch und wollte deshalb eine kleine Pflanze für den Balkon haben. Wenn es breiter wird, topfe ich es wieder um. Ich habe sowieso den Plan, den Balkon immer wieder neu zu gestalten.

Auch die Karpaten-Glockenblume, die mit den großen, lilafarbenen Blüten auf dem Bild, ist eine anspruchslose und robuste Staude. Sie liebt die Sonne, wird nicht zu hoch und überlebt auf meinem Balkon bestimmt. Sie eignet sich sonst auch sehr gut für Steingärten und Beete.

Lavendel durfte auf meinem Balkon nicht fehlen. Ich liebe seinen Duft und finde ihn hübsch. Er eignet sich dazu Motten zu vertreiben, Wunden zu heilen und Lavendelöl herzustellen. Wie die anderen Pflanzen ist er pflegeleicht und anspruchslos. Er liebt die pralle Sonne und braucht nicht viel Wasser.

Ein ganzer Balkonkasten voller Lavendel. Foto: Franziska Schönbach

Ein ganzer Balkonkasten voller Lavendel. Foto: Franziska Schönbach

In meinem vierten Balkonkasten pflanzte ich Hängepetunien und eine kleine Margerite. Die Blumen harmonisieren farblich sehr gut miteinander. Die Hängepetunie liebt die Sonne und ist pflegeleicht. Auch sie dünge ich regelmäßig, damit sie anhaltend Blüten trägt. Da Hängepetunien einen hohen Wasserbedarf haben, gieße ich sie jeden Abend.

Die Margerite kaufte ich wegen ihrer leuchtenden Farbe. Sie eignet sich gut für Balkonkästen und ist ebenfalls pflegeleicht. Außerdem kommt sie mit Sonne, Wind und Regen gut zurecht. Im Sommer braucht sie ebenso viel Wasser wie die Petunien.

Pinke und rosa Hängepetunien umrahmen eine pinke Margerite. Foto: Franziska Schönbach

Pinke und rosa Hängepetunien umrahmen eine pinke Margerite. Foto: Franziska Schönbach

Ich verschönerte meinen Balkon nicht nur mit Blumenkästen, sondern auch mit Pflanztöpfen. Ein weißer, klassischer Margeriten-Stock durfte da nicht fehlen. Pflegen muss ich sie genauso, wie ihre pinke Schwester. Daneben steht eine schwarze Johannisbeere und eine Brombeere.

Die schwarze Johannisbeere ist anspruchsvoller als meine anderen Pflanzen, aber ich liebe die kleinen Beeren einfach. Sie braucht regelmäßig Wasser, hasst Staunässe und zu trockenen Boden.

Die Brombeere gedeiht gut an sonnigen Standorten. Sie ist anspruchsloser als die Johannisbeere, mag aber ebenfalls keine Staunässe. Beide Pflanzen brauchen eine Rankhilfe. Wenn ihr sie wie ich im Gartencenter kauft, ist in der Regel schon eine dabei.

Ein weiteres Highlight auf meinem Balkon ist die wunderschöne, blaue Hortensie, die ich geschenkt bekommen habe. Sie braucht bei geeignetem Standort kaum Pflege. Die Hortensie bevorzugt ein schattiges Plätzchen, da die Blüten sich schnell verbrennen und braun werden. Auch die Hortensie braucht regelmäßig Wasser, sodass ich sie jeden Abend gieße.

Meine Brombeer- und schwarze Johannisbeeren-Pflanze. Foto: Franziska Schönbach

Meine Brombeer- und schwarze Johannisbeeren-Pflanze. Foto: Franziska Schönbach

In der schattigsten Ecke meines Balkons steht eine strahlend blaue Hortensie. Foto: Franziska Schönbach

In der schattigsten Ecke meines Balkons steht eine strahlend blaue Hortensie. Foto: Franziska Schönbach

Ganz klassisch aber schön – meine Margerite. Foto: Franziska Schönbach

Ganz klassisch aber schön – meine Margerite. Foto: Franziska Schönbach

Auf meinem Pflanztisch finden meine Mini-Sonnenblumen Platz, die in keinem Jahr fehlen dürfen. Denn Sonnenblumen sind meine absoluten Lieblingsblumen. Sie bringen Sommerlaune auf den Balkon und das bis in den Herbst, wenn sie die richtige Pflege bekommen. Ihren Namen haben Sonnenblumen, weil sie ihre Blüten und Blätter immer zum Stand der Sonne hin ausrichten. Sie lieben einen sonnigen Standort und sind die einzigen Blumen, die ich mit Samen ziehe. Nach nur knapp drei Wochen sind sie schon richtig groß. Trotz ihrer Liebe zur Sonne braucht sie wie die anderen Pflanzen regelmäßig Wasser.

Meine Mini-Sonnenblumen sind noch im Wachstum. Foto: Franziska Schönbach

Meine Mini-Sonnenblumen sind noch im Wachstum. Foto: Franziska Schönbach

Neben den Sonnenblumen befindet sich ein Mini-Kräutergarten auf dem Pflanztisch. Er besteht aus Oregano, Rosmarin und Salbei. Oregano braucht regelmäßig Wasser und gedeiht bei uns prächtig. Ich liebe Oregano und esse ihn am liebsten zu Hähnchen / Pute oder auf der Pizza. Um sein intensives Aroma zu entfalten, braucht er mindestens drei Stunden Sonne am Tag.

Rosmarin esse ich besonders gerne zu Kartoffeln und ich mag seinen Geruch. Er gedeiht an sonnigen und heißen Standorten. Aus diesem Grund ist er perfekt für meinen Balkon. Rosmarin benötigt nicht viel Wasser. Es reicht, wenn er immer leicht feucht ist.

Salbei darf in meiner Küche, und somit auch im Kräutergarten, nicht fehlen. Auch ihn esse ich gerne zu Kartoffeln. Im Winter mache ich Tee daraus, wenn ich Halsschmerzen habe. Er gehört zu meinem Kräuterensemble, weil er die Sonne ebenso wie Oregano und Rosmarin liebt und Staunässe nicht mag.

Rosmarin, Salbei und Oregano bilden einen duftenden Kräutergarten. Foto: Franziska Schönbach

Rosmarin, Salbei und Oregano bilden einen duftenden Kräutergarten. Foto: Franziska Schönbach

Tipp: Im April und bis mindestens zu den Eisheiligen, die jedes Jahr Mitte Mai sind, ist es oft noch frostig nachts. Deswegen stelle ich alle Pflanzen jeden Abend in die Wohnung. So erfrieren sie nicht. Falls euch dieser Aufwand zu hoch ist, könnt ihr ein Wetterschutzvlies nutzen oder ihr wartet die Eisheiligen noch ab und stellt eure Pflanzen danach auf den Balkon.

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4 Kommentare

  1. Sehr schön! Ich will auch seit Eeeewigkeiten meinen Balkon verschönen und “grüner” machen, aber bisher steht dort nur eine einsame Tomatenpflanze 😀
    Liebe Grüße
    Christina

    • Huhu Christina 🙂
      danke dir :). Haha, das kenn ich, bei uns hat es ja auch lange gedauert, bis wir endlich mal angefangen haben. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, fühlt sich gleich besser an, draußen zu sitzen :).

      lg

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