Weihnachten in meiner Kindheit – #MeineWeihnachtserinnerung

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Noch einmal schlafen – und schon ist Weihnachten. Das Fest der Liebe hat schon etwas Magisches, wobei mir mit den Jahren ein Teil des Zaubers, der Weihnachten ausmacht, abhandengekommen ist. Grund genug sich einmal daran zu erinnern, wie Weihnachten in meiner Kindheit ablief.

Auf die Idee zu diesem Post brachte mich Christiane von sonnenshyn.de mit ihrem Weihnachtsbeitrag. Sie nahm an Nordhessenmamis Blogparade über Weihnachtserinnerungen aus der Kindheit teil. Weil mir dieses Thema gut gefällt, teile ich heute auch meine weihnachtlichen Kindheitserinnerungen mit euch.

#MeineWeihnachtserinnerung. Foto: nordhessenmami.de

Kindheitserinnerungen an die Adventszeit

Wie die meisten Kleinkinder glaubte ich an Weihnachtsmann, Christkind und Co. Da meine Mutter evangelisch und mein Vater katholisch ist, besuchte uns nicht nur Sankt Martin, sondern auch der Nikolaus und legte einen Plastik-Stiefel mit Nüssen und Schokolade vor die Haustür. Am Martinstag bekamen meine beiden Geschwister und ich unsere heißgeliebten Adventskalender  geschenkt, die uns ab dem ersten Dezember jeden Tag mit einem leckeren Stück Schokolade erfreuten. Dann wussten wir, dass Weihnachten naht.

Am ersten Advent schmückte meine Mutter unser Zuhause festlich – meist in den Farben Gold und Rot. Auf dem Fensterbrett standen drei Purzelbaum schlagende Nikoläuse, von denen einer meiner Schwester, einer meinem Bruder und einer mir gehörte. Meine Mutter dekorierte den Adventskranz , stellte unsere Weihnachtspyramide auf und vieles mehr. Was mir in der Adventszeit jedoch besonders gut gefallen hat, waren die Weihnachtsgeschichten, die uns unsere Eltern vorlasen. Jeden Morgen gab es am Frühstückstisch eine Geschichte aus unserem Weihnachtskalender. Das war ein kleines Ringbuch zum Aufstellen, das für jeden Dezembertag eine kurze Geschichte und ein passendes Bild parat hielt. Diesen Geschichten lauschte ich als Kind besonders gerne und betrachtete fasziniert die Bilder.

Hektik und Jubel am Weihnachtstag

Unser Weihnachtsfest startete jedes Jahr etwas hektisch und endete in einem frohen Beisammensein. Morgens brachten meine Eltern den Weihnachtsbaum von außen nach innen und stellten ihn auf. Häufig schnitt mein Vater Zweige an besonders dichten Stellen des Baumes ab und bohrte an kahleren Stellen Löcher in den Stamm. Dann trug er etwas Leim in die Löcher auf und steckte die Zweige hinein. So konnte er jeden Baum retten – selbst, wenn meine Eltern beim Baumkauf spät dran waren und nur noch aus den Restbeständen wählen konnten. Danach machten meine Mutter, meine Geschwister und ich uns daran, den Weihnachtsbaum zu schmücken. Allerdings standen wir dabei meist etwas unter Zeitdruck, weil ja hinterher staubgesaugt und der Tisch gedeckt werden musste. Danach machten wir uns fertig für die Kirche, um den Weihnachtsgottesdienst anzusehen. Das war für uns Kinder zwar nicht so spannend, gehörte aber an Weihnachten nun mal dazu.

Klassisch geschmückter Christbaum. Foto: A. Muckelbauer

Die Weihnachtsbäume meiner Kindheit reichten zwar vom Boden bis zur Zimmerdecke, doch der Weihnachtsschmuck war ähnlich wie bei diesem. Foto: Alexandra Muckelbauer

Zu Essen gab es bei uns an Heiligabend immer Raclette. Das machen wir auch heute noch so, denn bei Raclette ist für jeden etwas dabei. Danach schickten unsere Eltern uns nach oben ins Kinderzimmer. Dort sollten wir aus dem Fenster sehen und Ausschau nach dem Christkind halten. Ich weiß noch, wie wir drei immer ganz angestrengt geguckt haben und hinter jeder Bewegung außen das Christkind vermutet haben. Während wir also fleißig aus dem Kinderzimmerfenster sahen, stellten unsere Eltern die Geschenke unter den Baum. Erst, wenn sie mit einer Glocke geläutet hatten, durften wir wieder hinunter.

Mit großen Augen bestaunten wir die bunten Pakete. Wer jedoch glaubt, dass anschließend die Bescherung folgte, täuscht sich: Zuerst wurden Plätzchen gegessen, dann packte mein Vater seine Gitarre aus und wir sangen Lieder. Dabei waren wir mehr oder weniger Textsicher. Zur Not reimten wir uns einfach zu der Melodie etwas Lustiges zusammen. Das zog sich manchmal etwas hin und wir wurden immer ungeduldiger. Doch nachdem wir genug Lieder gesungen hatten, durfte einer nach dem anderen auspacken. Meist war es dann schon ziemlich spät, sodass wir anschließend hundemüde ins Bett fielen. 🙂

Unsere Eltern haben uns immer eine sehr schöne Weihnachtszeit bereitet, dafür bin ich sehr dankbar. Wie habt ihr euer Weihnachtsfest verbracht? Ich freue mich, wenn ihr eure Kindheitserinnerungen mit mir in den Kommentaren teilt.

Weihnachtsgruß der Wohnsinnigen. Foto: Alexandra Muckelbauer

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Ein Kommentar

  1. Mein Weihnachten in der Kindheit war ähnlich wie deins. Unser Baum stand zwar immer etwas früher, aber war manchmal auch zu kahl, so dass ihn nur noch reichlich Weihnachtsschmuck aufhübschen konnte. An den Weihnachtsmann hatte ich auch geglaubt, bis ich bemerkte, dass er den selben Pantoffelgeschmack hat wie mein Onkel. Hmm! Raclette habe ich in meinem Leben erst einmal gegessen und das vor zwei Jahren auf einer privaten Silvesterfeier. Ansonsten gab es bei uns an Heiligabend glaub ich Kartoffelsalat mit Würstchen und die obligatorische Gans am 1. Weihnachtsfeiertag. Mit selbstgemachtem Grünkohl von meinem Vater. 🙂

    Ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest und danke für den Einblick in deine Kindheit 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

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