Haben eure Innentüren einen neuen Anstrich nötig? Türen lackieren ist gar nicht so schwer. In diesem Beitrag zeige ich euch, wie ihr Türen richtig streicht.

Ich wohne in einem älteren Häuschen, daher sahen meine Innentüren schon etwas abgenutzt aus: Der einst weiße Türrahmen war vergilbt und statt brauner Holztüren wollte ich lieber weiße haben. Aus diesem Grund beschloss ich, die Türen zu lackieren. Schließlich hatte ich durch das Streichen meines Treppengeländers bereits Übung. Nun zeige ich euch, wie ihr bei der Renovierung eurer Türen richtig vorgeht.

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So sieht meine fertig lackierte Holztür aus. Foto: A.Muckelbauer

Türen streichen – in fünf Schritten zum neuen Design

Werkzeug-IconMaterial-Icon
Schraubendreher
Schleifpapier/Schleifvlies
Rührstab
Pinsel
Abdeckfolie
Zwei Böcke oder kurze Holzlatten o.ä.
Kreppband
Latexhandschuhe
Zwei saubere Lappen
Eimer
Leitungswasser
Anlauger
Türenlack – entweder für Holz, Kunststoff oder Metall

1. Türen aushängen und den Arbeitsbereich vorbereiten

Zuerst solltet ihr einen guten Arbeitsbereich schaffen: Entweder legt ihr etwas Folie auf dem Boden aus und stellt die ausgehängte Tür auf zwei kurze Holzlatten oder ihr stellt zwei Böcke auf und legt die Tür darauf. Schraubt die Türgriffe und -schlösser ab und klebt die Türbänder mit Kreppband ab. Falls ihr den Türrahmen, Zarge genannt, ebenfalls streichen möchtet, solltet ihr auch hier Folie auslegen und den Übergang zur Wand sowie den Schließbereich und die Zargendichtung mit Kreppband abkleben.

2. Vorbehandlung: Türen und Türrahmen anschleifen

Blättert der Altanstrich bereits von der Innentür ab, kommt ihr nicht um das Abschleifen der alten Farbe herum. Ist er jedoch gut in Schuss, reicht es, wenn ihr die Innentür und gegebenenfalls die Zarge mit Schleifpapier oder Schleifvlies anraut.

Praxistipp: Wird der Altanstrich nur aufgeraut, muss der Türenlack des Neuanstrichs kompatibel zum Altanstrich sein. Achtet also darauf, ob er wasserlöslich oder lösungsmittelhaltig ist.

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Hier raue ich die Holztür mit Schleifpapier an. Foto: A.Muckelbauer

3.    Innentüren und Zargen entfetten

Als nächstes gilt es sicherzustellen, dass kein Fett – beispielsweise durch das Anfassen der Türen und Zargen – vorhanden ist, denn sonst hält der Anstrich nicht. Zieht deshalb Latexhandschuhe an und reinigt eure Innentüren und Zargen mithilfe eines sauberen Lappens und einer Mischung aus warmem Wasser und Anlauger. In der Produktbeschreibung des Anlaugers erfahrt ihr das richtige Mischverhältnis. Bei den nachfolgenden Arbeitsschritten solltet ihr die Latexhandschuhe anbehalten, um keine Fettrückstände auf der Tür zu hinterlassen.

4.    Türen abwaschen

Bevor ihr eure Innentüren trocknen lasst, solltet ihr sie ein weiteres Mal mithilfe eines neuen Lappens und mit reinem Leitungswasser abwaschen. Anschließend müssen die Türen mindestens drei Stunden in trockener und warmer Umgebung trocknen. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, ist eine deutlich längere Trocknungszeit nötig.

5.    Zargen und Türen lackieren

Zuerst solltet ihr den Türenlack sorgfältig mit einem Rührstab aufrühren, damit sich die Farbpigmente und Füllstoffe gleichmäßig im Lack verteilen. Anschließend könnt ihr mit dem Streichen der Türen beginnen.

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Die Abdeckfolie verhindert, dass der Boden Lack abbekommt. A.Muckelbauer

Hierbei ist es wichtig, dass ihr eine Seite ohne Pause fertigstellt. Nur so sieht euer Lackierergebnis hinterher einheitlich aus. Streicht dabei jeden Bereich in alle Richtungen, aber zieht den Schlussstrich immer in dieselbe Richtung. Habt ihr eine Seite fertiggestellt, solltet ihr sie einen Tag lang trocknen lassen. Danach könnt ihr die andere Seite eurer Türen streichen.

Gegebenenfalls reicht eine Farbschicht nicht aus, um ein gleichmäßiges Farbbild zu erhalten. Ich brauchte beispielsweise drei Anstriche. In diesem Fall solltet ihr die Schritte 2, 4 und 5 wiederholen und die Tür nach jedem Durchgang mindestens 12 Stunden trocknen lassen.

Wenn ihr die Lackierarbeiten abgeschlossen habt, könnt ihr die Tür nach 24 Stunden Trocknungszeit wieder in die Zarge einhängen.

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